Biotoptypenkartierung

Ist die flächenhafte Erfassung von Biotoptypen als Grundlage für die Landschaftsplanung und die Beurteilung von Eingriffsvorhaben. Im Gegensatz zur selektiven Biotopkartierung werden bei der Biotoptypenkartierung alle Biotopbestände eines Gebietes erfasst, indem sie einem durch die Biotoptypenliste und den Kartierschlüssel definiertem Biotoptyp zugeordnet werden. Bei der Definition der verschiedenen Biotoptypen spielt die Vegetation eine wichtige Rolle, daneben werden auch unterschiedliche Nutzungsformen und Strukturen der Landschaft berücksichtigt. (Quelle: Copyright 2001 Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, http://www.spektrum.de/lexikon/geographie/biotoptypenkartierung/1049)

 

Der Zweck einer Biotopkartierung ist eine Inventarisierung der Landschaft nach naturschutzfachlichen Gesichtspunkten. Für folgende Bereiche / Aktivitäten sind Biotoptypenkartierungen hilfreich, bzw. dienen als Grundlage.

  • Planung von Naturschutzmaßnahmen, speziell auch Ausweisung von Schutzgebieten und Biotopvernetzung
  • Unterstützung bei der Eingriffsregelung und der Flurbereinigung
  • Bewertungshilfe bei geplanten Eingriffen in die Natur; Umweltgutachten
  • Nachweis schleichender Veränderungen

 

Die praktische Ausführung der Kartierung erfolgt vor Ort unter Zuhilfenahme aktueller Luftbilder für die großräumliche Aufteilung.

Faunistische Untersuchungen

Bei den unterschiedlichsten Bauvorhaben, wie bespielsweise beim Bau von Windkraftanlagen, im Straßenbau oder auch bei der Objektplanung im Außenbereich ist es in den meisten Fällen, aufgrund verschiedener behördlicher Auflagen, notwendig, im Vorfeld faunistische Untersuchungen durchzuführen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Unersuchung von Arten, die in bestimmten Gebieten endemisch sind oder durch das EU-Recht geschützt sind -die sog. FFH-Arten. Auf Grundlage der Ergebnisse der Untersuchungen können dann individuelle Schutz- sowie Vermeidungsmaßnahmen getroffen werden, um das Tötungsrisiko von Individuen und Populationen zu minimieren.

 

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Haselmaus (Muscardinus avellanarius)
Juvenile Zauneidechse (Lacerta agilis)

Ökologische Baubegleitung

In ökologisch sensiblen Räumen stellen Baumaßnahmen eine besondere Herausforderung dar. Ein mittlerweile gängiger Standtard, welcher von den zuständigen Behörden oft gefordert wird, ist dabei die fachkundige ökologische Baubegleitung. Diese betreut und kontrolliert u.A. die Umsetzung der Vermeidungs-, Schutz- und Minderungsmaßnahmen, welche im Vorfeld im Planungsprozess festgeschrieben wurden. Die ökologische Begleitung von Baumaßnahmen hat für den Auftraggeber und die ausführenden Firmen den Vorteil, dass sie sich in Umweltbelangen auf einen kompetenten Ansprechpartner vor Ort verlassen können. Es können ökologisch- und umweltrelevante Konflikte vermieden und ein positives Klima zwischen Behörden und Vorhabenträger geschaffen werden. Die Aufgaben der ökologischen Baubegleitung beginnen mit der Abstimmung der konkreten Bauausführungsplanung und enden mit der Dokumentation der fertiggestellten Baumaßnahme.